Ergonomie – praktische Tipps

Schützen Sie sich als Pflegender

Wie Sie vielleicht schon festgestellt haben, muss man bei der Pflege eines Menschen viel heben und sich oft bücken. Man hilft ihm oder ihr ins und aus dem Bett, beim Anziehen, beim Ein- und Aussteigen in bzw. aus einem Rollstuhl und vieles mehr. Dabei gibt es viele potenzielle Risiken für Ihren Körper – die Art und Weise, wie Ihre Möbel angeordnet sind, ist nur ein Beispiel dafür. Deshalb ist es wichtig, Unfälle zu vermeiden. Sonst könnten Sie sich selbst oder sogar Ihr Familienmitglied verletzen. Zum Glück gibt es Möglichkeiten, sich vor Verletzungen zu schützen. Mit diesem Thema beschäftigt sich die sogenannte Ergonomie.
 
Bei der Ergonomie geht es vor allem darum, wie Sie sich bewegen und heben und wie die Dinge um Sie herum angeordnet sind, wie z.B. das Bett, Stühle und Tische. Wenn Sie die folgenden praktischen Tipps zur Ergonomie befolgen, verringern Sie das Verletzungsrisiko. Damit verbessern Sie nicht nur den Komfort Ihres Familienmitglieds, sondern können ihn auch noch viele Jahre lang unterstützen.
Schützen Sie Ihren Rücken
Sie können das Risiko von Verletzungen, auch Ihres Rückens, verringern, indem Sie die unten beschriebenen sicheren Hebetechniken erlernen. Im Folgenden finden Sie Informationen zu weiteren Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um das Unfallrisiko in Ihrem Pflegeumfeld zu verringern.
Sicher heben
Befolgen Sie diese sechs Schritte, um Ihr Familienmitglied bequem und sicher zu heben:
  1. Achten Sie darauf, dass Sie so nah wie möglich bei der zu hebenden Person stehen.
  2. Positionieren Sie Füße und Rücken so, dass Sie einen sicheren Stand haben und Ihre Füße in Richtung Ihres Familienmitglieds zeigen.
  3. Schützen Sie Ihren Rücken beim Heben, indem Sie vorher in die Knie gehen. Halten Sie Ihren Rücken aufrecht, und setzen Sie beim Heben Ihre Bauchmuskeln ein.
  4. Versuchen Sie, beim Heben so nah wie möglich bei Ihrem Familienmitglied zu bleiben. So können Sie vermeiden, dass Sie sich durch Bücken oder Beugen den Rücken verletzen. Dieser Ansatz eignet sich auch, um sie oder ihn von einer Seite auf die andere oder vom Rücken auf die Seite zu drehen.
  5. Heben oder drehen Sie die Person in einer sanften, fließenden Bewegung. 
Wussten Sie, dass es spezielle Hebevorrichtungen gibt, mit denen Sie Ihr Familienmitglied heben können? Diese können häufig in Sanitätshäusern ausgeliehen werden und möglicherweise übernimmt sogar Ihre Krankenkasse einen Teil der Kosten.
Weitere Möglichkeiten für sichereres Heben
Für eine perfekte Pflegeumgebung sollten Sie sicherstellen, dass:
  • Stuhl und Nachttisch Ihres Angehörigen eine ähnliche Höhe haben;
  • Sie das Bett von beiden Seiten erreichen können;
  • es keine Hindernisse auf dem Weg gibt, den Sie mit Ihrem Familienmitglied gehen; 
  • Sie die Position der Rückenlehne leicht einstellen können.
Wasserdichte Betten und Stühle erhöhen die Sicherheit und den Komfort.
Manchmal werden die Dinge, die Ihr Familienmitglied benutzt, auf denen sie/er aufliegt oder sitzt, nass. Das kann mit einer Couch, einem Sessel, Bettzeug, einer Matratze oder einem Teppich passieren. Dadurch kann auch der Boden nass und rutschig werden, was wiederum eine Gefahr für Sie und die Person, die Sie pflegen, darstellt.
 
Um dies zu vermeiden, können Sie die Polster mit einem Imprägnierspray behandeln. Bett und die Stühle können Sie mit unseren Einwegbezügen schützen – weitere Informationen finden Sie hier.
 
Weitere Tipps, wie Sie in Ihrem Zuhause eine sicherere Pflegeumgebung schaffen, finden Sie unter Sicherheit im Haus.

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