Entdecke den „My TENA“ Newsletter!
Melde dich für den „My TENA“ Newsletter an und erhalte informative E-Mails zum Leben mit Blasenschwäche und exklusive Angebote.
Viele Frauen haben zumindest ab und an eine Blasenentzündung. Die Entzündung der Harnblase, auch Zystitis genannt, kann schmerzhaft verlaufen und stellt nicht selten ein wiederkehrendes Problem dar. In den meisten Fällen verläuft die Infektion harmlos und ist schnell auskuriert. Wenn du allerdings unter einer leidest, kann das Zusammenspiel von Blasenentzündung und schwacher Blase sehr kräftezehrend sein.
Damit du weißt, wie du einer Blasenentzündung vorbeugen kannst, welche Symptome typisch sind und was einer Blasenentzündung entgegenwirkt, haben wir in diesem Artikel folgende Informationen für dich zusammengetragen:
Eine Blasenentzündung ist die Entzündung der Schleimhaut oder der kompletten Wand der Harnblase. Betroffen von dieser Infektion sind also die unteren Harnwege, Harnleiter und Nieren hingegen nicht. Wird eine Blasenentzündung nicht behandelt, kann es jedoch zu einer Nierenbeckenentzündung kommen, die wesentlich schwerwiegender und schmerzhafter ist.
Die Harnblase liegt unterhalb des Bauchnabels und hinter dem Schambein. Eine spezielle Schleimhaut (Urothel) und Muskulatur sorgen dafür, dass sie sehr dehnbar ist. Die Blase dient als Speicher für den in den Nieren produzierten Urin und fasst bei einem Erwachsenen bis zu einem Liter Urin. Gewöhnlich tritt Harndrang auf, wenn die Harnblase zu etwa einem Drittel gefüllt ist. Allerdings ist die Blasenwand bis zu einem gewissen Maße dehnbar, die Blasenmuskulatur passt sich dem Füllstand an
Die Blasenentleerung (Miktion) geschieht im Zusammenspiel von Blasen- und Beckenbodenmuskulatur. Die Blasenmuskulatur spannt sich an und die Harnröhre erweitert sich, während die erschlafft – die Harnblase kann sich leeren. Bei einer Blasenentzündung oder einer ist dieses Zusammenspiel gestört.
Bei einer Blasenentzündung ist die Schleimhaut der Harnblase, das Urothel, gereizt. Die Dehnbarkeit der Blase ist dadurch vermindert, wodurch sie schneller Harndrang signalisiert. Hinzu kommt, dass sich eine Entzündung selten auf die Blase beschränkt. Oft breitet sich die Infektion auf umliegende Bereiche wie die Harnröhre (Harnwegsinfektion) oder sogar auf das Nierenbecken (Pyelonephritis) oder die Nieren aus, was zu erheblichen Komplikationen führen kann. Eine Blasenentzündung kann verschiedene Ursachen haben, unter anderem kann sie durch Bakterien und Viren ausgelöst werden.
Je nach Ursache, Häufigkeit sowie Geschlecht des Betroffenen werden verschiedene Arten einer Blasenentzündung klassifiziert. Frauen sind meist von einer akuten bzw. wiederkehrenden unkomplizierten Blasenentzündung (Zystitis) oder einer postmenopausalen Zystitis betroffen. Männern erkranken in der Regel an einer akuten unkomplizierten Zystitis, seltener an einer wiederkehrenden Zystitis.
Frauen sind häufiger von einer Blasenentzündung betroffen als Männer. Das liegt unter anderem daran, dass ihre Harnröhre nur etwa 2,5 bis 4 Zentimeter lang ist, während die männliche Harnröhre zwischen 17 und 20 Zentimeter misst. Demnach ist für Bakterien der Weg bis in die Blase bei Frauen deutlich kürzer, weswegen Frauen wesentlich häufiger eine Blasenentzündung bekommen. Außerdem liegt der weibliche Harntrakt wesentlich dichter an der Analregion, in der sich viele der Erreger befinden, die eine Infektion der Harnblase auslösen können. Denn die meisten Bakterien steigen von unten in die Blase auf.
Ein weiterer Grund, warum Frauen häufiger betroffen sind, ist der Abfall des Östrogenspiegels im Laufe der Wechseljahre. Dieser bewirkt unter anderem, dass die Schleimhaut der Harnröhre dünner wird, sodass Keime leichter in die Harnblase vordringen können.
Bei Männern ist in der Regel ihr fortgeschrittenes Alter die Ursache der Blasenentzündung. Die Prostata vergrößert sich im Laufe des Lebens (meist) gutartig. Dadurch kommt es zu einer Verengung der Harnröhre, die von der Prostata begrenzt wird. In der Folge kann der Urin nicht mehr richtig abfließen; Bakterien können sich rascher ausbreiten.
Insgesamt sind Frauen deutlich häufiger von einer Blasenentzündung betroffen als Männer, vor allem während der Schwangerschaft und kurz nach der Geburt. Allerdings können auch Kinder an einer Blasenentzündung erkranken. Besonders häufig tritt eine Blasenentzündung bei Kleinkindern auf.
Eine Blasenentzündung kann verschiedene Ursachen haben. Der häufigste Auslöser ist das im Darm vorkommende Bakterium Escherichia coli (E. coli). Es löst etwa 80 bis 90 Prozent aller akuten, unkomplizierten Zystitis-Fälle bei Frauen aus. Eine weitere Hauptursache für eine Blasenentzündung können die Nebenwirkungen bestimmter Medikamente sein. Eine Bestrahlung der Beckengegend kann ebenfalls eine Zystitis verursachen. Diese wird dann als Strahlenzystitis bezeichnet.
Viele Frauen und Männer fragen sich, ob eine Blasenentzündung ansteckend ist. Das ist tatsächlich möglich, kommt aber selten vor. Gerade auf Gemeinschaftstoiletten kann es durch eine Schmierinfektion zur Übertragung der Erreger kommen; auch beim Anfassen von Wasserhähnen und Türklinken besteht ein Risiko, sich mit den Bakterien zu infizieren. Im Prinzip lauern die Keime überall dort, wo viele Menschen aufeinandertreffen. Daher gilt als Regel: regelmäßig Hände waschen und desinfizieren.
Neben den oben erwähnten Auslösern einer Blasenentzündung gibt es noch weitere Ursachen oder zumindest begünstigende Faktoren. Die häufigsten Faktoren, die unter anderem eine wiederkehrende unkomplizierte Blasenentzündung (bis zu oder häufiger als viermal im Jahr) verursachen, sind:
Für eine Blasenentzündung gibt es einige typische Symptome: Dazu gehören ein Brennen beim Wasserlassen; gleichzeitig fühlt es sich an, als sei der Harntrakt blockiert. Auch Schmerzen im unteren Bauch sind ein klares Indiz. Sie resultieren aus dem krampfartigen Zusammenziehen der Harnblase während des Wasserlassens. In vielen Fällen kommt es bei einer Blasenentzündung zu einer Trübung des Urins und zu Geruchsbildung.
Bei einer akuten Zystitis kann sich Blut im Urin befinden (Hämaturie) und die Infektion kann auf die Nieren oder die Prostata übergehen. Dann kommen meist weitere Symptome wie Fieber, Rücken- bzw. Flankenschmerzen hinzu.
Einige Symptome einer Blasenentzündung ähneln denen einer Blasenschwäche, zum Beispiel ein ständiger Harndrang, obwohl immer nur eine kleine Menge Urin ausgeschieden wird. Der auftretende Harndrang lässt sich mitunter kaum unterdrücken, sodass der oder die Erkrankte die Toilette nicht mehr rechtzeitig erreicht und etwas Urin bereits vorher abgeht.
Eine Untersuchung des Urins kann den Verdacht auf eine Blasenentzündung erhärten. Wenn der Urin faul riecht, kann das ein Indiz sein. Für eine genaue Diagnose wird der Urin auf weiße Blutkörperchen, Nitrit sowie auf rote Blutkörperchen oder Bakterien untersucht. Eventuell wird ein Urikult (Eintauchnährboden) angefertigt, bei dem man genau die Art der Keime im Urin feststellen und gleich das passende Antibiotikum testen kann.
Besteht der Verdacht auf eine chronische Blasenentzündung, wird zur Ermittlung der Ursachen eventuell eine Blasenspieglung (Zystoskopie) durchgeführt. Dabei werden bei Bedarf auch Gewebeproben (Biopsie) zur Untersuchung entnommen.
Eine Harnwegsinfektion verläuft meist unkompliziert und ist in der Regel innerhalb weniger Tage ausgeheilt. In der Regel kann der Körper die Keime selbst oder mit Unterstützung von naturheilkundlichen Mitteln eliminieren. Wenn er das nicht schafft, muss die Ärztin oder der Arzt ein Antibiotikum verschreiben. Diese Behandlung solltest du aufgrund einer sich möglicherweise entwickelnden Antibiotikaresistenz jedoch sorgfältig abwägen.
Eine medikamentöse Behandlung einer Blasenentzündung sollte nur in Absprache mit einem Arzt erfolgen; die entsprechenden Antibiotika sind ohnehin verschreibungspflichtig. Du kannst dennoch selbst einiges tun, um die Symptome einer Blasenentzündung zu lindern.
Folgende Maßnahmen haben sich bei einer Blasenentzündung als wirksam erwiesen:
Auch wenn das Wasserlassen schmerzt und brennt, wird bei einer Blasenentzündung empfohlen, viel zu trinken. Je mehr Flüssigkeit aufgenommen wird, desto häufiger findet eine Entleerung der Blase statt – die Keime werden aus der Harnröhre und Blase mit ausgespült. Eine Wärmflasche oder körperwarme Sitzbäder mit Kamillenzusatz können die Beschwerden einer Blasenentzündung mindern. Handelt es sich um eine bakterielle Infektion, wird allerdings von warmen oder heißen Auflagen in der Blasengegend abgeraten, da sich die Erreger nur noch schneller vermehren würden.
Insbesondere Frauen sollten die äußeren Genitalien gründlich mit Wasser reinigen, denn sie haben aufgrund der kurzen Harnröhre ein höheres Risiko, an einer Blasenentzündung zu erkranken. Auf basische Seifen sollte man verzichten. Am einfachsten gelingt die Reinigung über einem Sitzwaschbecken (Bidet). Die Reinigung solltest du immer in Richtung Analbereich durchführen, um zu verhindern, dass Bakterien aus der Analregion in die Harnröhre gelangen. Ärzte empfehlen auch postkoitales Urinieren, um die beim Geschlechtsverkehr möglicherweise eingedrungenen Keime herauszuspülen.
Manchmal tritt eine Blasenentzündung immer wieder auf (wiederkehrende akute Zystitis). Dann führt (meist) kein Weg an einer medikamentösen Behandlung mit Antibiotika vorbei. In seltenen Fällen muss eine chronische Blasenentzündung operativ behandelt werden. Dies betrifft vor allem Männer, bei denen im fortgeschrittenen Alter häufig eine Prostatavergrößerung diagnostiziert wird.
Wenn du eine Blasenentzündung hast, solltest du auch auf deine Ernährung achten. Während dieser Zeit ist es wichtig, dass du deinem Körper ausreichend Flüssigkeit zuführst (z. B. Wasser und ungesüßte Kräutertees). Empfehlenswert ist zudem eine eiweißarme und leichte Kost. Viele Frauen schwören bei einer Blasenentzündung auf spezielle Tees für Blase und Niere, deren Wirkstoffe die Urinausscheidung anregen, Bakterien abtöten und deren Anheftung verhindern, sodass die Erreger schneller ausgespült werden.
Manche Lebensmittel (z. B. Kapuzinerkresse, Meerrettich) enthalten natürliche Wirkstoffe, die den Erregern im Harntrakt entgegenwirken oder die Harnwege desinfizieren (z. B. die schwefelhaltigen Aromastoffe in Porree). Vor allem Cranberrysaft und Ingwer wird eine antibakterielle Wirkung zugeschrieben. Auch bestimmte Zucker wie Mannose helfen, dass sich die Bakterien nicht so an die Schleimhaut anheften können.
Die beste Vorbeugung gegen eine Blasenentzündung ist Kleidung, die den Unterleib, den Nierenbereich und die Füße warmhält. Ebenso solltest du Kälte oder Nässe in der Unterleibsgegend vermeiden, etwa indem du dich auf kalte Steine oder einen kalten Boden setzt. Denk immer daran, ausreichend zu trinken, denn beim Urinieren werden Keime nach draußen gespült. Versuche auch, den Urin nicht zu lange zu halten, sondern gehe rechtzeitig zur Toilette.
Die wirkungsvollsten Tipps zur Vorbeugung einer Blasenentzündung zusammengefasst:
Wir empfehlen ausdrücklich, die Meinung eines Arztes einzuholen. Nur dieser kann eine genaue Diagnose stellen und dich individuell bezüglich Verlauf und Behandlung der Erkrankung beraten. Solltest du im Zusammenhang mit einer an einer Blasenentzündung leiden, kann eine Blasenspiegelung Klarheit bringen. Suche deinen Hausarzt auf, wenn die Symptome einer Blasenschwäche anhalten und sich keine Besserung einstellt. Sprich mit ihm offen über deine Blasenschwäche oder die Beschwerden bei einer Blasenentzündung.
Melde dich für den „My TENA“ Newsletter an und erhalte informative E-Mails zum Leben mit Blasenschwäche und exklusive Angebote.