Hilfsmittel fürs Beckenbodentraining

Blasenschwäche ist ein Phänomen, mit dem viele Frauen im Laufe ihres Lebens Bekanntschaft machen. Du bist also keineswegs allein mit dem Problem, ab und an unfreiwillig ein paar Tropfen Urin zu verlieren. Es tritt häufig bei spontanen Belastungen wie Niesen, Husten oder Lachen auf, kurz vor dem Einsetzen der Menstruation, nach einer Schwangerschaft oder während der hormonellen Umstellungen in den Wechseljahren. Zugrunde liegt der Blasenschwäche meist eine geschwächte Beckenbodenmuskulatur. Mit speziellem Training kannst du dieser Ursache entgegenwirken. Und bis deine Muskeln ausreichend gestärkt sind, können dir die Slipeinlagen von TENA den Alltag erleichtern. Wie du deinen Beckenboden trainierst und welche Hilfsmittel dich dabei unterstützen, erfährst du im Folgenden.

Welche Hilfsmittel für das Beckenbodentraining gibt es?

Jede Frau kann beim Beckenbodentraining Hilfsmittel verwenden, die die Kräftigung unterstützen und beschleunigen. Die Auswahl an Trainingsgeräten ist groß, sodass du für dich das beste Hilfsmittel findest:

  • Vaginalkonen: Sie eignen sich hervorragend für den Trainingsbeginn bei stark geschwächter Beckenbodenmuskulatur. Die Konen sind in verschiedenen Formen und Größen erhältlich. Nach Einführen des Konus in die Vagina spannt sich die Beckenbodenmuskulatur quasi automatisch an.
  • Vaginalkegel: Er funktioniert ähnlich wie Vaginalkonen, eignet sich jedoch eher für fortgeschrittene Trainierende.
  • Biofeedbackgerät: Dieses Gerät misst mittels einer vaginal eingeführten Sonde, wie stark die Anspannung der Beckenbodenmuskeln gerade ist. So lässt sich der Trainingsfortschritt überwachen und du kannst deine Übungen gezielter ausführen.
  • Elektrostimulationsgerät: Leichte Stromimpulse treffen auf Gewebe und Muskeln, sodass du spürst, wo sich dein Beckenboden eigentlich befindet. Zudem ermöglicht das Gerät ein passives Training.
  • Massagesitzkissen: Ganz nebenbei – zum Beispiel im Büro oder auf dem Sofa vor dem Fernseher – trainiert ein mit Luft gefülltes Sitzkissen mit Massage-Noppen deine Beckenbodenmuskulatur.
  • Massagebälle: Mit herkömmlichen Massagebällen kannst du deinen Beckenboden von außen unterstützen – die Bälle kommen beispielsweise beim Faszientraining zum Einsatz.
  • Gymnastikball: Für die Durchführung von Beckenbodenübungen eignet sich auch ein Gymnastikball. Denn um auf dem Ball das Gleichgewicht zu halten, musst du automatisch deine Beckenbodenmuskulatur aktivieren.

Vaginalkonen

Gezielte Hilfe beim Beckenbodentraining bieten sogenannte Vaginalkonen. Der Vorteil vaginal eingeführter Trainingsgeräte besteht darin, dass sie sich auf alle drei Schichten der Beckenbodenmuskulatur auswirken. Wenn du deinen Beckenboden ohne Hilfsmittel trainierst, erreichst du damit lediglich die äußeren beiden Schichten.

Ein Vaginalkonus hat meistens eine längliche Form und ist wie ein Tampon mit einem Rückholbändchen ausgestattet. Das Geheimnis seiner Effektivität liegt im Gewicht: Wie beim herkömmlichen Krafttraining stärkt „Gewichtheben“ deine Muskeln. Führe den Vaginalkonus in deine Scheide ein. Das geht dank einer Oberfläche aus Silikon ganz einfach. Der Konus wird nun durch sein Eigengewicht nach unten gezogen. Das Gefühl, etwas zu verlieren, animiert deine Beckenbodenmuskulatur dazu, sich zusammenzuziehen, damit der Konus nicht herausfällt. Die Übung solltest du zweimal täglich für 10 bis 15 Minuten durchführen.

Zu Beginn des Trainings kann das tatsächlich recht anstrengend sein und viel Konzentration erfordern. Auch das Auftreten von Muskelkater ist ganz normal. Je stärker deine Muskeln jedoch werden, desto leichter geht es. Irgendwann wirst du gar nichts mehr spüren und den Vaginalkonus halten können, ohne darüber nachzudenken. Dann steigst du auf die nächste Größe mit einem etwas höheren Gewicht um. Die meisten Anbieter verkaufen Vaginalkonen im Set, sodass sie in jeder Phase des Beckenbodentrainings als Hilfsmittel geeignet sind.

Vaginalkegel

Hast du schon eine Weile geübt oder hast von Natur aus stärkere Beckenbodenmuskeln, eignet sich für dein Training ein Vaginalkegel. Er besteht aus zwei kugelförmigen Hohlkörpern, die mit einem breiten Steg verbunden sind. In den beiden Hohlräumen befindet sich jeweils eine Kugel, die bei jeder Bewegung in Schwingung gerät und an die Außenwände des Geräts stößt. Dadurch entsteht eine leichte Vibration, die deine Beckenbodenmuskulatur stimuliert.

Auch den Vaginalkegel führst du in deine Scheide ein – er verfügt ebenfalls über ein praktisches Rückholbändchen. Du machst nun dasselbe wie mit den Vaginalkonen: Versuche den Kegel zu halten; am besten trainierst du zweimal täglich 10 bis 15 Minuten lang. Die durch die freischwingenden Kugeln erzeugten Vibrationen unterstützen dich dabei. Da der Kegel um einiges größer ist als ein Vaginalkonus, erfordert es größere Anstrengung, ihn zu halten. Das Ziel ist auch hier, den Vaginalkegel halten zu können, ohne darüber nachzudenken.

Biofeedbackgerät

Das Biofeedbackgerät ist ein zusätzliches Hilfsmittel zum Beckenbodentraining – es dient der Kontrolle. Eine Einweisung durch deinen Arzt ist sinnvoll, damit du lernst, wie man mit dem Gerät umgeht: Du führst eine per Kabel mit dem Gerät verbundene Sonde in deine Vagina ein. Anschließend spannst du deine Beckenbodenmuskulatur an. Das Biofeedbackgerät misst, wie stark die Anspannung ist und ob du die richtige Muskelgruppe trainierst. Eine LED-Anzeige macht die Ergebnisse sichtbar: Je stärker du die richtigen Muskeln anspannst, desto mehr Lämpchen leuchten. Manche Geräte geben auch einen Signalton aus, wenn die gewünschte Anspannungsstärke erreicht ist. So hast du die Möglichkeit, deine Erfolge zu überprüfen und dich immer wieder aufs Neue zum Training zu motivieren.

Elektrostimulation

Die Elektrostimulation eignet sich als Hilfsmittel für das Beckenbodentraining bei Frauen, deren Nervenbahnen geschädigt sind und die somit nicht aus eigener Kraft trainieren können. Auch hierbei führen Sie eine Sonde in Ihre Vagina ein. Das Elektrostimulationsgerät gibt elektrische Impulse ab, die deine Beckenbodenmuskulatur direkt anregen, sodass sie kontrahiert. Auch diese passive Art des Trainings stärkt die Muskeln und trägt dazu bei, die Beschwerden zu lindern.

Massagesitzkissen

Ein einfach zu nutzendes Hilfsmittel für das Beckenbodentraining ist ein Massagesitzkissen. Sein Vorteil: Du kannst es jederzeit und in jeder Situation verwenden. Während du im Büro am Schreibtisch sitzt, trainiert das Kissen nebenbei deinen Beckenboden, zudem entlastet es deinen Rücken. Die Noppen an der Oberseite massieren das Becken und regen die Kontraktion der Muskulatur an. Da das Sitzkissen mit Luft gefüllt ist, muss sich dein Becken immer wieder gerade ausrichten – dafür sind die Beckenbodenmuskeln zuständig. Das Ganze nennt sich „aktives Sitzen“ und sorgt ebenso für ein effektives Training des Beckenbodens wie auch für eine aufrechte Haltung.

Faszientraining mit Massagebällen

Das Faszientraining stärkt das Bindegewebe und unterstützt damit auch den Beckenboden. Zwei kleine Massagebälle reichen, um zahlreiche Faszienübungen auszuprobieren.

Beckenbodengymnastik mit Gymnastikball

Einen Gymnastikball kannst du für zahlreiche gymnastische Übungen verwenden. Als Hilfsmittel zum Trainieren des Beckenbodens hat er eine ähnliche Wirkung wie das Massagesitzkissen. Die mit Luft gefüllte Kugel erfordert noch mehr Anspannung der Beckenbodenmuskulatur, um das Gleichgewicht auf dem Ball zu halten. In Kombination mit verschiedenen Kräftigungsübungen führt dich der Gymnastikball bei regelmäßigem Training schnell zum Erfolg.

So wirkt sich Beckenbodentraining mit Hilfsmitteln auf die Blase aus

Eine geschwächte Beckenbodenmuskulatur gehört zu den häufigsten Ursachen von Tröpfchenverlust und Belastungsinkontinenz. Doch wie entsteht eine Beckenbodenschwäche überhaupt? Frauen, die beispielsweise unter einer erblich bedingten Bindegewebsschwäche leiden, haben in der Regel auch eine schwächere Beckenbodenmuskulatur. Mit zunehmendem Alter kann dann jede Frau betroffen sein, da die Elastizität und Kraft der Muskeln generell abnehmen. Aber auch hormonelle Veränderungen können zu einem schwachen Beckenboden führen – sie treten vor allem während einer Schwangerschaft sowie in den Wechseljahren auf.

In der Schwangerschaft wird der Beckenboden weicher und die Muskeln werden schwächer, weil der Körper für den wachsenden Fötus und die Entbindung elastischer werden muss. Während der Wechseljahre schüttet der weibliche Körper hingegen weniger Östrogen aus – das Hormon ist jedoch notwendig für eine stabile Beckenbodenmuskulatur. Daher wird das Gewebe rund um die Harnwege und Geschlechtsorgane dünner und trockener, es büßt an Elastizität ein.

Auch eine vaginale Geburt führt häufig zu einer Schwächung der Beckenbodenmuskulatur. Das Gewebe wird stark überdehnt, wodurch es in den ersten Wochen nach der Entbindung zu einer leichten Inkontinenz kommen kann. Des Weiteren beeinträchtigen Übergewicht, das häufige Heben schwerer Gegenstände oder chronischer Husten die Funktion der Beckenbodenmuskulatur.

Eine Beckenbodenschwäche verursacht nicht selten unfreiwilligen Harnverlust oder zumindest eine gereizte Blase. Vor allem ist sie für eine Belastungsinkontinenz verantwortlich, bei der schon herzhaftes Lachen, Niesen oder Husten dazu führen, dass einige Tropfen Urin entweichen. Auch sportliche Betätigung stellt eine Belastung dar, die Tröpfchenverlust auslösen kann. Wenn du deine Beckenbodenmuskulatur mit Hilfsmitteln trainierst, wirst du schnell feststellen, dass sich der Harnverlust verringert. So lässt sich durch kontinuierliches, regelmäßiges Üben die Belastungsinkontinenz minimieren oder sogar vollständig beseitigen.

Beckenbodentraining: Hilfe bei Tröpfchenverlust aufgrund plötzlicher Belastung

Ob Vaginalkonen oder -kegel, Biofeedback und Elektrostimulation oder Faszientraining mit Massagebällen – mit welchen Hilfsmitteln du deinen Beckenboden trainierst, bleibt dir überlassen. Teste am besten verschiedene Methoden, um das Hilfsmittel zu finden, mit dem du dich am wohlsten fühlst.

Die beste Soforthilfe bei einem wiederkehrendem Tröpfchenverlust sind Slipeinlagen von TENA, die speziell für den ungewollten Urinverlust konzipiert sind. Sie schließen Flüssigkeit und Gerüche zuverlässig ein. Du erlebst ein trockenes, sauberes Gefühl und kannst deinen Alltag problemlos bewältigen. Bestell einfach eine kostenlose Probe – es gibt verschiedene Testpakete, je nachdem, wie ausgeprägt deine Blasenschwäche ist. So hast du die Möglichkeit herauszufinden, welche Einlage oder Binde für dich die richtige ist.