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TENA U-Test zur einfachen Erkennung von Harnwegsinfektionen

Der TENA U-Test bietet die Möglichkeit, Harnwegsinfektionen einfach und bequem direkt in der Einlage festzustellen.

TENA U-Test

Sehen Sie sich dieses Kurzvideo an und erfahren Sie mehr über die Anwendung des TENA U-Tests.

TENA U-Test
89 %

der Pfleger haben angegeben, dass der Komfort der Bewohner durch den TENA U-Test zunimmt [1]

TENA U-test

Entwickelt für inkontinente Bewohner mit Symptomen von Ha...

Die Methode und Vorteile

Bis zu 50 % der Bewohner in Pflegeheimen sind betroffen.

Harnwegsinfektionen (HWI) sind die am häufigsten vorkommenden bakteriellen Infektionen in Pflegeheimen. [3] Es gibt auch andere Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen. Aus diesem Grund müssen HWI zweifelsfrei diagnostiziert oder ausgeschlossen werden, um die richtige Behandlung einzuleiten.

Nicht-invasive Methode

Der Test wird beim regulären Einlagenwechsel in die neue Einlage eingeklebt. Eine Urinentnahme ist nicht erforderlich. Sowohl die Urinsammlung als auch die Analyse finden statt, während der Test sich in der Einlage befindet. Die Ergebnisse bleiben bis zu 24 Stunden gültig. Schmerzhafte Katheterisierungen sind überflüssig.

Klinisch bewährt [2]

Ermöglicht die Ermittlung von Harnwegsinfektionen (HWI) durch Nitrit und/oder Leukozyten im Urin. Der Test hat sich in einer klinischen Studie als erfolgreich erwiesen und ist in der EU als In-Vitro-Diagnostikum (IVD) zugelassen.

89 % der Pfleger haben angegeben, dass der Komfort der Bewohner durch den TENA U-Test zunimmt [4]

Laut einer Fallstudie mit 15 Wohnbereichen in Schweden und den Niederlanden haben 89 % der Pfleger angegeben, dass der Komfort der Bewohner durch den TENA U-Test zunimmt.

100 % der Pfleger haben eine verbesserte Arbeitssituation durch den TENA U-Test erlebt [4]

Laut einer Fallstudie mit 15 Pflegeheimstationen in Schweden und den Niederlanden haben 100 % der Pfleger eine verbesserte Arbeitssituation erlebt. 

Mehr Zeit für individuelle Pflege

Die Anwendung des Tests dauert höchstens fünf Minuten. Dies erfolgt im Durchschnitt 70 % schneller als bei herkömmlichen Methoden mit einer separaten Urinprobenahme und -analyse.[1] Die Nutzung des TENA U-Tests schafft Freiräume für individuellere Pflegeaufgaben.

Vorteile für die Bewohner, die Mitarbeiter und das gesamte Pflegeheim

Vorteile für die Bewohner

  • Keine Urinprobe erforderlich
  • Rasches, nicht-invasives Verfahren
  • Komfortabel zu tragen, die Würde bleibt gewahrt
  • Macht eine schmerzhafte Katheterisierung überflüssig
  • Kein unnötiges Leiden

Vorteile für die Mitarbeiter

  • Weniger Stress und Frustration, da keine Urinprobe genommen werden muss
  • Lässt sich in den routinemäßigen Einlagenwechsel integrieren
  • Mehr Zeit für individuellere Pflegeaufgaben

Vorteile für das Pflegeheim

  • Effizientere tägliche Routineabläufe

  • Weniger Komplikationen

  • Weniger Krankenhausaufenthalte

  • Verbesserte Pflegequalität

Einfach anzuwenden und auszuwerten

Geben Sie den TENA U-Test mit der Kartenseite nach unten in eine saubere Einlage und entfernen Sie ihn beim nächsten Einlagenwechsel. Kontrollieren Sie die Testkarte. Die Ergebnisse sind bis zu 24 Stunden gültig.

  1. Sobald ausreichend Urin angesammelt ist, färbt sich die Validitätsanzeige von Grün zu Orange.

  2. Die Nitritanzeige verändert die Farbe von Weiß zu Rosa und/oder die Leukozytenanzeige von Weiß zu Violett, wenn der Test auf Harnwegsinfektion positiv ist.

  3. Die Validitätsanzeige bei einem neuen TENA U-Test ist grün.

So wenden Sie den TENA U-Test an

TENA U-Test

Schritt 1

Legen Sie den TENA U-Test unmittelbar nach dem Auspacken direkt in die Einlage.

TENA U-Test

Schritt 2

Legen Sie die Einlage wie gewohnt an. Die Testergebnisse liegen 15 Minuten nach dem Urinieren vor.

TENA U-Test

Schritt 3

Wechseln Sie die Einlage wie gewohnt. Entfernen Sie den TENA U-Test beim nächsten Einlagenwechsel.

TENA U-test

Schritt 4

Lesen Sie die Ergebnisse des TENA U-Tests ab. Die Ergebnisse sind bis zu 24 Stunden gültig.

Was ist eine HWI?

Eine Harnwegsinfektion (HWI) ist eine bakterielle Entzündung. Sie tritt auf, wenn Mikroorganismen – normalerweise Bakterien aus dem Verdauungstrakt – durch die Harnröhrenöffnung in die Harnwege gelangen und sich dort vermehren. Die meisten Entzündungen werden durch Stämme von Escherichia coli (E. coli) verursacht, die normalerweise im Darmtrakt vorliegen. 

Der Harntrakt besteht aus Nieren, Harnleiter, Blase und Harnröhre. Entzündungen können in jedem Teil der Harnwege auftreten. Ein unbehandelter HWI kann zu Blasen- und Nierenschäden führen.

Was sind die Ursachen für HWI?

Harnwegsinfektionen werden von Bakterien verursacht, die sich vermehren und ausbreiten. 

Das löst z. B. Folgendes aus:

  • Zystitis (Blaseninfektion) 
  • Pyelonephritis (Niereninfektion)  
  • Urethritis (Entzündung der Harnröhre, durch die der Urin aus der Blase herausgeleitet wird) 

Normalerweise kommen im Urin weder Bakterien noch andere Organismen vor. HWI-verursachende Bakterien stammen zumeist aus Anus oder Vagina und gelangen anschließend in die Blase und die Nieren. 

Frauen sind anfälliger für HWI, da bei ihnen die Harnröhre kürzer und für die sich ausbreitenden Bakterien leichter zugänglich ist. Darüber hinaus liegt die Harnröhrenöffnung bei Frauen näher am Anus.

Wer ist besonders anfällig für HWI?

Manche Menschen sind anfälliger für Harnwegsinfektion als andere. Bei folgenden Personengruppen besteht statistisch gesehen eine größere Anfälligkeit:

Inkontinente Frauen:

Inkontinente Frauen sind zwei- bis fünfmal häufiger von HWI betroffen als kontinente Frauen.

Sexuell aktive Frauen:

Infektionen treten häufig nach Geschlechtsverkehr auf, weil dadurch die Ausbreitung der Bakterien in die Blase begünstigt wird. Ebenso können Verhütungsmittel, wie Diaphragmen und Spermizide, die normale Bakterienflora im Harntrakt verändern. 

Schwangere Frauen:

Die physiologischen Veränderungen hormoneller oder mechanischer Art während der Schwangerschaft begünstigen bakterielle Infektionen. Werden diese nicht behandelt, kann es in bis zu 40 % der Fälle zu Niereninfektionen kommen. Daher ist ein Test auf asymptomatische Bakteriurie bei allen schwangeren Frauen empfohlen.

Frauen mit rezidivierenden Harnwegsinfektion:

Häufige HWI treten bekanntermaßen auch bei ansonsten gesunden Frauen auf. „Rezidivierend“ bedeutet drei Infektionen innerhalb eines Jahres oder zwei innerhalb von sechs Monaten. 

Frauen nach der Menopause:

Ältere Frauen empfinden es oftmals als schwieriger, die Blase vollständig zu entleeren. Der in der Blase angesammelte Urin führt dazu, dass die ansonsten nur in geringem Umfang vorliegenden Bakterienpopulationen sich vermehren und eine Infektion hervorrufen. Häufig sind jedoch die Gründe für HWI in derartigen Fällen nicht bekannt. 

Frauen, die an Harnwegsobstruktion leiden:

Harnwegsobstruktionen verlangsamen den Transport des Urins in die Blase und können somit die Entwicklung von Infektionen verursachen. 

Frauen mit Diabetes:

Diabetes oder Störungen des Immunsystems können das Risiko für HWI erhöhen. 

Frauen mit Blasenkathetern:

Katheter oder Röhrchen in der Blase verursachen häufig Entzündungen. 

Speziell Patienten mit Verweilkathetern sind einem Risiko für HWI ausgesetzt. Personen, die kein Wasser lassen können und ohnmächtig sind, oder auch schwerkranke Personen sind häufig für einen längeren Zeitraum auf Katheter angewiesen. Insbesondere ältere Personen oder Menschen, die an Störungen des Nervensystems leiden, die ihre Blase nicht mehr kontrollieren können, müssen vielleicht sogar für den Rest ihres Lebens Katheter anwenden. Die Bakterien, die sich in diesen Kathetern bilden, können Blaseninfektionen auslösen.

Was sind die Symptome einer HWI?

HWI können sich in folgenden Formen manifestieren:

  • häufigerer Harndrang 
  • unkontrollierbarer Harndrang 
  • Urininkontinenz (UI) 
  • Schmerzen beim oder nach dem Wasserlassen (z. B. Brennen) 
  • stark riechender Urin 
  • unterschiedliche Urinmengen – manchmal mehr, manchmal weniger als üblich 
  • Schmerzen im Becken, im Bauch, im unteren Rücken oder in den Seiten 
  • Schüttelfrost, Fieber, Schweißausbrüche 
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr

Bei älteren Personen liegen möglicherweise keine der üblichen Symptome vor. Folgendes kann jedoch von einem symptomatischen HWI verursacht werden:

  • Schwächung des Allgemeinzustands

  • höheres Ausmaß der Demenz

  • plötzliche Inkontinenz oder stärker auftretende Inkontinenz

Wie diagnostiziert man einen HWI?

Der Arzt prüft die Symptome, untersucht sie gründlich und sendet eine Urinprobe zur Untersuchung in ein Labor. Getestet werden Nitrit, Leukozyten (weiße Blutkörperchen) und weitere Parameter.

Darüber hinaus kann eine Urinkultur angelegt werden, um den positiven chemischen Test für Nitrit und Leukozyten zu bestätigen. Außerdem kann ein Antibiogramm durchgeführt werden, um die korrekten Antibiotika zur Behandlung zu ermitteln.

Wie werden HWI behandelt?

HWI werden durch Bakterien hervorgerufen und müssen daher mit Antibiotika behandelt werden. Die verordneten Antibiotika müssen über den gesamten vorgeschriebenen Zeitraum eingenommen werden, auch dann, wenn die Symptome frühzeitig abklingen.

Wie lange dauert das?

Generell klingen die Symptome der Entzündung nach drei bis vier Tagen ab.

Was können Gründe für einen positiven Leukozyten- und einen negativen Nitrittest sein?

Mindestens vier Stunden – in der Praxis ist dies jedoch oft nicht der Fall; am häufigsten festgestellt in Morgenurinproben.

Schriftliche Quellen: European Urinanalysis Guidelines; Scan. J. Clin. Lab. Invest., 2000; 60:1-96: Eine Verweildauer von vier bis acht Stunden des Urins in der Blase ist normalerweise erforderlich, um bei der Teststreifenmethode eine ausreichende Nitritkonzentration nachzuweisen. Das gilt ebenso für unseren Test. 

Daher gibt es – wenn keine Morgenurinproben verwendet werden – in der Praxis nur wenig positive Ergebnisse beim Nitrittest. Da durch eine HWI die Häufigkeit des Urinierens etwas erhöht wird, verbleibt der Urin oft nicht lange genug in der Blase. 

ARESC Study, Naber, 2008: In der Praxis weisen nur 30 % der weiblichen Patienten mit Bakteriurie positive Nitritergebnisse auf.

Hemmende Faktoren – hohe Konzentrationen von Vitamin C, Behandlung mit Antibiotika

HWI aufgrund von nicht nitritbildenden Bakterien oder anderen Mikroorganismen– sehr selten – die überwiegende Mehrzahl von HWI wird durch E. coli verursacht

Natriumarme Ernährung – sehr selten

Fauliger Urin – Weitere Reaktion von Nitrit auf Stickstoff.

Kommt in der Praxis nicht häufig vor, da Urinproben normalerweise in einer angemessenen Zeit untersucht werden, um derartige chemische Reaktionen zu vermeiden.

Beim TENA U-Test ist dies nahezu unmöglich. Der Urin wird unmittelbar nach dem Ausscheiden vom Test aufgenommen und die chemische Reaktion setzt ein, sobald der Urin in der Testkarte ist – es gibt keine Veränderung und keine weitere Reaktion des im Urin vorliegenden Nitrits.

Sonstige Ursachen für das Vorkommen von Leukozyten – z. B. eine andere Infektion oder ein anderer Grund für die Entzündung – dies muss unbedingt durch einen Arzt abgeklärt werden.

MASSNAHME: Wiederholung des Tests mit einer Morgenurinprobe

Beim TENA U-Test: Wenn die Leukozytenanzeige ein positives Ergebnis ausweist, sollte zur eingehenderen Beurteilung ein Arzt informiert werden, der Anweisungen zum weiteren Vorgehen gibt.

Wann erhalten Sie Farbabstufungen von geringer Farbintensität?

Leukozytenanzeige:

Falls der Patient die Blase in den letzten 15 Minuten vor dem Einlagenwechsel und der Kontrolle der Ergebnisse des TENA U-Tests entleert hat, ist die Zeit nicht ausreichend dafür, dass die chemische Reaktion das Kennzeichen eines positiven Testergebnisses bilden konnte. Daher sollten Sie nach 15 Minuten das Ergebnis erneut überprüfen.

Sie sollten stets davon ausgehen, dass eine violette Leukozytenanzeige auf jeden Fall darauf hinweist, dass der Analyt vorhanden ist und dementsprechend eine HWI und/oder Entzündung vorliegt.

Nitritanzeige:

Die Reaktion der Nitritanzeige tritt sehr rasch ein und weist eine intensive Farbe auf. Daher erhalten Sie erwartungsgemäß keine schwache Farbreaktion. Allerdings kann sehr farbintensiver Urin  ̶ z. B. durch rote Beete oder geringe Flüssigkeitszufuhr  ̶ ein dunkleres negatives Signal ergeben, das allerdings schwerlich für ein positives Ergebnis gehalten werden kann. 

Deshalb sollten Sie bei der Auswertung der Testergebnisse derartige verfälschende Parameter berücksichtigen.

Kann es bei der Leukozytenanzeige zu einer verzögerten Reaktion kommen und wenn ja, warum?

Nur in einer sehr eingeschränkten Anzahl von Fällen kommt es zu einer verzögerten Reaktion der Leukozytenanzeige. 

Die Ursachen:

  • Relativ geringe Leukozytenzahlen im Bereich von etwa C/O (etwa 10 Leukozyten/µl); die z. B. ebenso aufgrund von Kontamination vorliegen können.

Dies führt zu einer dünn gesprenkelten Färbung der Anzeige. Sie sollten in Erwägung ziehen, den Test zu wiederholen, um ein eindeutiges Ergebnis zu erzielen.

  • Langsame Füllung der Reaktionskammer mit Urin (die Leukozytenverzögerung tritt durch eine Art Chromatographie-Effekt ein, die Leukozyten werden nur mit Verzögerung zur Reaktionsoberfläche transportiert). 

Dies führt zu einer teilweisen, aber homogenen Färbung des Anzeigefeldes. Sie sollten in Erwägung ziehen, den Test zu wiederholen, um ein eindeutiges Ergebnis zu erzielen.

Warum sollte ein valides negatives Testergebnis nach 15 Minuten überprüft werden?

Theoretisch kann die Entleerung der Blase erst kurz vor dem Auslesen des Ergebnisses des TENA U-Tests erfolgt sein. Damit die chemischen Reaktionen vollständig ablaufen können und somit absolut sichergestellt ist, dass ein valides negatives Testergebnis sich nicht noch in ein positives Ergebnis wandelt, wird empfohlen, das Ergebnis nach 15 Minuten erneut zu überprüfen.

Wie lange kann ein TENA U-Test in der Einlage verbleiben, die bei einem Patienten angewendet wird?

Der TENA U-Test kann so lange im Inkontinenzprodukt verbleiben, bis dieser die Blase entleert hat und im normalen Ablauf die Einlage gewechselt wird. Im Prinzip kann der Test über einen Zeitraum von 18 Stunden in der beim Patienten verwendeten Einlage verbleiben.

Wie viel Urin ist erforderlich, damit der TENA U-Test valide Ergebnisse liefert?

Die Kammer in der Testkarte fasst nur eine Menge von 200 µl. Für ein valides Testergebnis sind etwa zwei Milliliter Urin erforderlich, sofern der Urin direkt oder in unmittelbarer Nähe der Öffnung auf der Testkarte auftrifft. Etwa zehn Milliliter sind nötig, falls der Urin im Bereich rund um die Öffnung auftrifft.

Der Mittelstrahlurin (der für eine normale Urinprobe benötigt wird) ist bei der Anwendung des TENA U-Tests nicht erforderlich. Warum nicht?

Der Mittelstrahlurin wird üblicherweise deshalb verwendet, um kontaminierende Bakterien auszuschließen, die sich möglicherweise am Eingang der Harnröhre befinden. Diese kontaminierenden Bakterien können in der Urinkultur fälschlicherweise zu positiven Ergebnissen führen.

Werden diese Bakterien bei der Anwendung des TENA U-Tests übertragen, können sie in die Testkarte gelangen. Aber aufgrund der dort vorherrschenden chemischen Gegebenheiten haben die Bakterien keinen aktiven Metabolismus und produzieren kein Nitrit. Folglich führen sie auch nicht zu falschen positiven Ergebnissen.

Wenn außerhalb der Harnröhre vorkommende Leukozyten in die Testkammer gelangen, können sie eine gesprenkelte Violettfärbung hervorrufen, die keinesfalls als positives Ergebnis verstanden werden darf – wie in der Broschüre erläutert.

Wenn der Urin weniger als vier Stunden in der Blase verbleibt, haben die Bakterien nicht ausreichend Zeit, um aus Nitrat Nitrite zu bilden und das ausgewiesene Ergebnis wird nicht als positiv angezeigt. Wie sieht es diesbezüglich beim TENA U-Test aus?

Das trifft auch auf den TENA U-Test zu. Wenn eine geringe Bakterienkonzentration vorliegt, ist die Nachweisgrenze für Nitrit möglicherweise nicht erreicht. Bei sämtlichen Tests auf Basis einer Trockenchemie-Analyse besteht diese Einschränkung. Sie liegt keinesfalls nur beim TENA U-Test vor.

Wenn der Urin weniger als vier Stunden in der Blase verbleibt, haben die Bakterien nicht ausreichend Zeit, um aus Nitrat Nitrite zu bilden und das ausgewiesene Ergebnis wird nicht als positiv angezeigt. Wie sieht es diesbezüglich beim TENA U-Test aus?

Das trifft auch auf den TENA U-Test zu. Wenn eine geringe Bakterienkonzentration vorliegt, ist die Nachweisgrenze für Nitrit möglicherweise nicht erreicht. Bei sämtlichen Tests auf Basis einer Trockenchemie-Analyse besteht diese Einschränkung. Sie liegt keinesfalls nur beim TENA U-Test vor.

Bakteriurie ist bei Langzeitpatienten in Einrichtungen ein sehr häufiges Phänomen. Bis zu 90 % der Patienten haben Bakteriurie mit Leukozyten im Urin, aber ohne Symptome. Wie funktioniert der TENA U-Test in diesen Fällen?

Diese weit verbreitete Erkrankung ist als asymptomatische Bakteriurie bekannt. Sie sollte weder durch diagnostische Tests ausgeschlossen (Screening) noch behandelt werden (letztendlich entscheidet dies der zuständige Arzt). Der TENA U-Test ist nur anzuwenden, wenn eine Harnwegsinfektion aufgrund des Vorliegens von Symptomen vermutet wird, z. B. bei einem generell schlechteren Zustand des Bewohners, stärkerer Inkontinenz, einer ausgeprägteren Verwirrtheit des Bewohners oder erhöhter Temperatur. Die Symptome sind im Allgemeinen bei älteren Menschen nicht sehr spezifisch und eine Diagnose kann daher nicht ausschließlich anhand der Symptome gestellt werden. Der TENA U-Test sollte angewendet werden, um den Urin sowohl auf Nitrit als auch auf Leukozyten zu untersuchen. Bei einem negativen Ergebnis des TENA U-Tests ist die Ursache dieser unspezifischen Symptome nicht in einer HWI zu sehen. Es muss von anderen Ursachen ausgegangen werden, die überprüft werden müssen.

Enterokokken und Pseudomonien bilden keine Nitrite – wie hoch ist die Möglichkeit falscher negativer Ergebnisse und was ist das Risiko?

E. coli ist nach wie vor die häufigste Ursache für HWI bei älteren Menschen. Allerdings können auch Enterokokken und Pseudomonien die auslösenden Mikroorganismen sein. Wenn eine HWI von einem dieser Organismen hervorgerufen wird, zeigt die Leukozytenanzeige nach wie vor das Vorhandensein einer Entzündung in der Blase an und eine weitere Untersuchung ist erforderlich. Da sich diese beiden Organismen bekanntermaßen durch eine hohe Resistenz gegen Antibiotika auszeichnen, ist eine Urinkultur die beste Möglichkeit, um herauszufinden, welche Antibiotika geeignet sind. Eine empirische Behandlung führt wahrscheinlich nicht zum Erfolg.

Welches Leukozytenniveau ist nötig, damit der TENA U-Test ein positives Ergebnis ausweist?

Eine nicht kontaminierte Urinprobe ist erforderlich. Diese Probenahme kann in Form von Mittelstrahlurin auf der Toilette oder durch invasive Methoden wie Katheterisierung oder suprapubische Aspiration erfolgen.

Auf dem Markt erhältlich sind Test-Sets, bei denen der geeignete Agar-Nährboden für das Bakterienwachstum sich bereits auf einer praktischen Eintauchvorrichtung befindet (siehe Abbildungen unten). Die Agarplatten werden in die Urinprobe gehalten und unmittelbar wieder in den Behälter zurückgesteckt. Die Behälter mit den Agarplatten werden dann bei 37° C inkubiert, den idealen Bedingungen für Bakterienwachstum.

Nach der vom Hersteller angegebenen Inkubationszeit wird die Anzahl der auf den Agarplatten befindlichen Kolonien überprüft (siehe Abbildung unten). Die Vergleichsabbildungen ermöglichen eine Aussage zur Bakterienkonzentration in der untersuchten Urinprobe und eine Entscheidung über das mögliche Vorliegen einer Harnwegsinfektion.

Was ist ein Antibiogramm und wie wird es durchgeführt?

Eine Kolonie der Urinkultur wird entnommen und auf eine neue Agarplatte aufgebracht. Dann werden kleine Plättchen, die jeweils ein anderes Antibiotikum enthalten, auf den Agar-Nährboden gegeben. Die diversen Antibiotika diffundieren den Agar-Boden. Die Agarplatte wird wiederum bei 37° C inkubiert, um das Wachstum der aufgetragenen Bakterien zu begünstigen. 

Ist rund um eines der Plättchen ein Hof sichtbar, reagieren die Bakterien sensibel auf das Antibiotikum. Das bedeutet, dass dieses Antibiotikum für eine Behandlung geeignet ist. Falls kein Hof sichtbar ist, reagieren die Bakterien nicht auf das Antibiotikum. Das heißt, dass eine Behandlung mit diesem Mittel fehlschlagen würde. Beispiele eines Antibiogramms.

Literaturhinweise

1SCA: . November 2013.
2Krähenbühl et al.: Evaluation of a novel in-vitro diagnostic device for the detection of urinary tract infections in diaper wearing children. Swiss Med Wkly. 2012;142:w13560.
3Nicolle et al.: Urinary Tract Infections in Long-Term Care Facilities. Infect Control Hosp Epidemiol. 1993; 14 (4); 220-225.
4Augur: Quantitative product test in Sweden and the Netherlands. 2011; Sponsor: SCA.