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Nykturie und verstärkter Harndrang während der Nacht

Nächtlicher Harndrang ist etwas, das viele von uns kennen – vor allem mit zunehmendem Alter, in der Schwangerschaft oder bei verstärkter Flüssigkeitszufuhr vor dem Schlafengehen. Bei manchen Betroffenen kann der nächtliche Harndrang aber auch zu ungewolltem Urinverlust in der Nacht führen.
Frau, die ungestört die Nacht durchschläft

Es gibt viele Gründe für häufigen nächtlichen Harndrang (Nykturie). Aber man kann durchaus etwas tun, um den Harndrang zu reduzieren. So können Sie z. B. Ihre täglichen Gewohnheiten ändern, um ihren Nachtschlaf zu verbessern, oder überlegen, was Sie trinken und wann. Häufiges Urinieren, das einen nachts mehrere Male die Toilette aufsuchen lässt, sollte übrigens nicht mit der Enuresis, dem nächtlichen Einnässen verwechselt werden. Bei Letzterem kommt es zu einem Urinverlust, ohne dass der Betroffene aufwacht. Dies kommt nicht ganz so häufig wie der nächtliche Harndrang vor, ist aber keinesfalls etwas, das nur Kinder erleben. Nykturie und Enuresis unterscheiden sich auch größtenteils hinsichtlich der möglichen Ursachen, aber beide Symptome können davon Betroffene um einen erholsamen Schlaf bringen. Lesen Sie weiter, um mehr darüber zu erfahren und Tipps zu bekommen, was Sie tun können, um lästiges Aufwachen durch nächtlichen Harndrang zu vermeiden.


Was sind die Ursachen für verstärkten nächtlichen Harndrang?

Mit zunehmendem Alter verändert sich der Körper und es ist ganz natürlich, häufiger zur Toilette zu müssen als früher. Ein- oder zweimal pro Nacht Wasser zu lassen, ist also völlig normal. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Bei jüngeren Menschen fasst die Blase bis zu einem halben Liter Urin. Mit zunehmendem Alter aber reduziert sich dies etwa um die Hälfte, weil der Blasenmuskel an Elastizität verliert. Ein weiterer Grund für verstärkten Harndrang bei fortschreitendem Alter ist, dass unsere Fähigkeit abnimmt, den Urin zu konzentrieren. Die bei Tag und Nacht insgesamt produzierte Urinmenge verändert sich zwar nicht unbedingt, wird jedoch verstärkt in der Nacht produziert.

Auch Gewohnheiten bzw. die Lebensführung können sich auf die Häufigkeit des Wasserlassens auswirken, z. B. wenn jemand viel trinkt. Koffein und Alkohol nach dem Abendessen können ebenfalls dazu führen, dass sich nächtlicher Harndrang einstellt.


Medizinische Ursachen, die zu Nykturie führen können

Von einer Überproduktion an Urin (Polyurie) als Ursache des nächtlichen Harndrangs können sowohl Männer als auch Frauen betroffen sein. Bestimmte medizinische Ursachen können ebenso wie bestimmte Arzneimittel nächtlichen Harndrang hervorrufen oder verstärken. Wenn Sie glauben, dass Sie eine zugrundeliegende Erkrankung haben oder ein Arzneimittel für den nächtlichen Harndrang verantwortlich ist, setzen Sie sich bitte mit Ihrem Arzt in Verbindung. Manchmal kann schon eine kleine Änderung, z. B. an der Zeit, zu der Sie das Mittel einnehmen, viel bewirken und diesen unerwünschten Nebeneffekt reduzieren.

Arzneimittel und Diagnosen, die mit Nykturie in Verbindung gebracht werden:

  • Herz- und Nierenerkrankungen
  • Diabetes
  • Diuretika (harntreibende Substanzen)
  • Dranginkontinenz

Schlaflosigkeit kann Nykturie und ungewollten Harnverlust verursachen

Normalerweise wird im Wachzustand mehr Urin produziert. Das heißt, dass Personen mit einer Krankheit, durch die sie wach liegen, nachts häufiger zur Toilette müssen. Es gibt viele medizinische Ursachen chronischer Natur, z. B. das Restless-Legs-Syndrom, Schlafapnoe, Alzheimer und Parkinson, die Schlaflosigkeit auslösen können. Viele chronische Erkrankungen verursachen auch Unwohlsein oder Schmerzen. Die Behandlung der zugrundeliegenden Erkrankungen und die Durchführung eines geeigneten Schmerzmanagements fördert daher nicht nur die Schlafqualität, sondern reduziert auch die nächtliche Urinproduktion.


Was kann ich tun, um die nächtlichen Toilettengänge zu reduzieren?

Wer sich mit dem Symptom des nächtlichen Harndrangs an seinen Arzt wendet, wird mit ihm als erstes über die individuelle Ausprägung der Nykturie sprechen. Dabei wird beispielsweise geklärt, seit wann der nächtliche Harndrang auftritt, wie oft pro Nacht die Toilette aufgesucht wird und wie stark der Harndrang tagsüber ist. Außerdem sind Vorerkrankungen und zusätzliche Symptome für den Arzt von Interesse, damit er sich ein genaues Bild von den möglichen Ursachen machen kann. Je nachdem, was er als Auslöser des nächtlichen Harndrangs vermutet, folgen dann weitere Untersuchungen, die eventuell auch von einem Facharzt durchgeführt werden.

Die ausführliche Ursachenforschung lohnt sich, denn der nächtliche Harndrang kann mit der richtigen Therapie oft zum Verschwinden gebracht werden. Je nach Ursache kommen unterschiedliche Maßnahmen infrage. Ist beispielsweise eine Prostatavergrößerung der Auslöser, kann ein chirurgischer Eingriff helfen; liegt das Problem in einer überaktiven Blase, raten Mediziner oft zu einem Blasentraining; Medikamente helfen hingegen, wenn das Herz oder eine Infektion der Verursacher ist.

Die Häufigkeit der Toilettengänge zu reduzieren, kann Ihr allgemeines Wohlbefinden verbessern und Ihnen auch zu einem guten Nachtschlaf verhelfen.

Hier ein paar hilfreiche Tipps, welche Sie angenehm für sich ausprobieren können:

  • Trinken Sie vor dem Schlafengehen keinen Kaffee, Tee oder Alkohol.
  • Gehen Sie vor dem Schlafengehen noch einmal zur Toilette.
  • Nehmen Sie zwei Stunden vor dem Schlafengehen möglichst wenig Flüssigkeit zu sich.
  • Bei geschwollenen Beinen kann durch Tragen von Kompressionsstrümpfen und Hochlegen der Beine am Nachmittag nächtliches Wasserlassen reduziert werden, da der Körper die in den Beinen eingelagerte Flüssigkeit leichter handhaben kann.
  • Plötzliches Aufwachen mitten in der Nacht kann ein Auslöser für Harndrang sein. Wenn Sie aus verschiedenen Gründen bzw. Problemen an Schlaflosigkeit oder gestörtem Nachtschlaf leiden, kann die Nykturie reduziert werden, wenn die Gründe bzw. Probleme nicht mehr bestehen.
  • Verwenden Sie ein Inkontinenzprodukt, wenn Sie an ungewolltem nächtlichem Harnverlust leiden

Und für den täglichen Umgang mit dem ungewollten Urinverlust gibt es Produkte von TENA speziell für Frauen, die zuverlässig und diskret helfen. Wer sich davon selbst überzeugen möchte, der kann hier eine kostenlose Probe eines passenden Produkts anfordern

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