Hautschutz nach Expertenstandard

Der häufige Kontakt der Haut mit Urin oder Stuhl erhöht bei Bewohnerinnen und Bewohnern das Risiko, Hautreizungen zu entwickeln. Eine häufige Folge ist die sogenannte Inkontinenz-assoziierte Dermatitis (IAD). Im Folgenden erfahren Sie, was sich hinter diesem Begriff verbirgt, wie die Hautschädigung entsteht und welche Maßnahmen helfen, ihr vorzubeugen. Die Empfehlungen basieren auf dem Expertenstandard „Erhaltung und Förderung der Hautintegrität in der Pflege“.

Eine Frau hält die Hand ihres Vaters Eine Frau hält die Hand ihres Vaters

Der Expertenstandard „Erhaltung und Förderung der Hautintegrität in der Pflege“ wurde vom Deutschen Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) entwickelt. Er gibt Pflegekräften wissenschaftlich fundierte Handlungsempfehlungen, um Hautschäden wie Inkontinenz-assoziierte Dermatitis, Xerosis cutis, Intertrigo oder Skin Tears zu vermeiden. 

Die Haut ist das größte Organ des Menschen und erfüllt lebenswichtige Funktionen: Sie schützt vor Infektionen, reguliert Temperatur und Feuchtigkeit und dient als Barriere gegen äußere Einflüsse. Bei pflegebedürftigen Menschen ist die Haut besonders empfindlich, vor allem, wenn Inkontinenz hinzukommt. Eine fachgerechte Hautpflege ist deshalb entscheidend, um Hautschäden zu vermeiden und das Wohlbefinden zu fördern.

Der Expertenstandard des DNQP

Das Deutsche Netzwerk für Qualitätssicherung in der Pflege (DNQP) bietet auf seiner Website einen Auszug des Expertenstandards „Erhaltung und Förderung der Hautintegrität“ zum Download an. Dort besteht außerdem die Möglichkeit, den vollständigen Expertenstandard zu bestellen.

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Gesunde Haut ist wichtig – besonders bei Inkontinenz

Bewohnerinnen und Bewohner mit Harn-, Stuhl- oder Doppelinkontinenz haben ein erhöhtes Risiko für Hautprobleme, insbesondere für die Inkontinenz-assoziierte Dermatitis (IAD). Dabei handelt es sich um eine entzündliche Hautschädigung, die entsteht, wenn die Haut wiederholt oder über längere Zeit mit Urin, Stuhl oder beidem in Kontakt kommt. IAD kann Schmerzen, Infektionen und eine höhere Anfälligkeit für Druckgeschwüre verursachen. Eine frühzeitige Prävention und gezielte Behandlung sind daher entscheidend für die Erhaltung der Hautgesundheit.

Hauptursachen für die Entstehung einer IAD

Eine Inkontinenz-assoziierte Dermatitis (IAD) entsteht in der Regel durch eine Kombination mehrerer belastender Faktoren, die die Hautbarriere schwächen und entzündliche Reaktionen hervorrufen. Zu den wichtigsten Ursachen zählen:

  • Angriff auf den Säureschutzmantel: Der Kontakt mit Urin und Stuhl – ebenso wie häufige Intimpflege mit Wasser und Seife – kann den natürlichen Säureschutz der Haut schwächen. Dadurch verschiebt sich der pH-Wert im Intimbereich von seinem normalen sauren Bereich (ca. 4,5 – 5,5) in einen alkalischen Bereich (> 7). Ein saurer pH-Wert schützt die Haut vor Bakterien, Pilzen und anderen Keimen – ein alkalischer Wert begünstigt dagegen Infektionen.
  • Feuchtigkeit: Dauerhafte Nässe durch Urin oder Stuhl beeinträchtigt die Barrierefunktion der Haut. Besonders bei Stuhl- bzw. Doppelinkontinenz besteht ein erhöhtes Risiko für Hautschäden, weil Enzyme und Mikroorganismen im Stuhl die Haut angreifen.
  • Häufige Reinigung: Bei Inkontinenz muss der Genitalbereich oft gesäubert werden. Das belastet die Haut zusätzlich – vor allem, wenn beim Waschen oder Abtrocknen zu stark gerieben wird.

Prävention und Behandlung der IAD

Wenn bei Bewohnerinnen und Bewohnern das Risiko für eine Inkontinenz-assoziierte Dermatitis (IAD) erhöht ist, sollten gezielte Schutzmaßnahmen ergriffen werden, um Hautschäden vorzubeugen. Der Expertenstandard „Erhaltung und Förderung der Hautintegrität in der Pflege“ empfiehlt dazu das folgende Vorgehen:

  • Haut trocken halten: Feuchtigkeit im Intimbereich ist der größte Risikofaktor für eine IAD und sollte daher so weit wie möglich vermieden werden. Geplante Toilettengänge können dabei unterstützen. Genauso wichtig ist der regelmäßige Wechsel der Inkontinenzprodukte – besonders bei Bewohnerinnen und Bewohnern, die selbst nicht mehr auf die Notwendigkeit eines Produktwechsels hinweisen können. Innovative digitale Tools wie der TENA SmartCare Wechselindikator <Link Produktseite> unterstützen Pflegekräfte beim rechtzeitigen Wechseln und sorgen dafür, dass die Haut so kurz wie möglich mit Ausscheidungen in Kontakt kommt Nicht zuletzt tragen hochwertige TENA ProSkin Inkontinenzprodukte dazu bei, die Haut trocken und gesund zu halten. Wichtig ist, dass die Produkte immer auf die individuellen Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner abgestimmt werden. Zu große Inkontinenzprodukte können beispielsweise zu verstärktem Schwitzen führen und das Hautmikroklima negativ beeinflussen. 
  • Haut im Intimbereich behutsam reinigen: Ein zu häufiges Waschen des Intimbereichs mit Wasser und Seife sollte vermieden werden, da dies den natürlichen Hautschutzmantel schwächt. Seifen wirken sich aufgrund des alkalischen Wertes ungünstig auf das Hautmilieu aus. Besser eignen sich pH-hautneutrale Waschlotionen (pH 5,5), die den Säureschutz der Haut erhalten. Der Intimbereich sollte möglichst nicht nach jedem Urinabgang gewaschen werden. Eine praktische Alternative sind Einmalwaschlappen, die ohne Wasser verwendet werden können, wie beispielsweise TENA ProSkin Wet Wash Gloves. Wird Wasser zur Reinigung genutzt, sollte es nicht zu heiß sein, um ein Austrocknen der Haut zu vermeiden. Nach der Reinigung sollte die Haut behutsam mit weichen Materialien abgetupft werden, statt sie trocken zu reiben. Auch bei starker Verschmutzung, zum Beispiel nach dem Stuhlgang, sollte nicht stark gerieben werden. Besser ist der Einsatz eines Waschschaums wie der TENA ProSkin Wash Mousse <Link Produktseite>, mit der Verkrustungen schonend gelöst und entfernt werden können.
  • Haut schützen: Bei Bewohnerinnen und Bewohnern mit häufigen Inkontinenzepisoden oder Stuhl- bzw. Doppelinkontinenz sollten zur Prävention Hautschutz- und Barriereprodukte verwendet werden, die den Feuchtigkeitsgehalt der Haut erhalten, die natürliche Barriere der Haut stärken und die Regeneration fördern – wie beispielsweise TENA ProSkin Barrier Cream und TENA ProSkin Zinc Cream. Wenn es medizinisch notwendig ist, können zudem Salben mit antibiotischen oder antifungalen Wirkstoffen aufgetragen werden.

TENA ProSkin: die sanfte, dreistufige Lösung

Um die Hautgesundheit von Bewohnerinnen und Bewohnern zu erhalten, orientiert sich der dreistufige TENA ProSkin-Ansatz am Expertenstandard „Erhaltung und Förderung der Hautintegrität in der Pflege“. Er umfasst die Schritte „Trocken halten“, „Reinigen“ und „Schützen“. TENA ProSkin verbindet diese drei Elemente in einem Produktsortiment zur Inkontinenzversorgung, das speziell für die Pflege älterer, empfindlicher Haut entwickelt wurde. 

Für jeden Schritt im Pflegeprozess gibt es die passenden Lösungen – vom effektiven Schutz über die sanfte Reinigung bis hin zur optimalen Hautpflege. Dank dieses abgestimmten Gesamtkonzepts können Pflegekräfte jeden Schritt der Hautpflege und Inkontinenzversorgung effizient gestalten. Die Haut der Bewohnerinnen und Bewohner wird dadurch langfristig geschützt, Irritationen werden reduziert sowie Lebensqualität und Wohlbefinden gesteigert. Wie genau eine umsichtige Pflegeroutine die Hautgesundheit fördert , erfahren Sie in unserem Artikel zu diesem Thema.

TENA ProSkin 3 Schritte: Schützen, Reinigen und Pflegen.
. TENA ProSkin 3 Schritte: Schützen, Reinigen und Pflegen.

TENA ProSkin: die sanfte, dreistufige Lösung

Um die Hautgesundheit von Bewohnerinnen und Bewohnern zu erhalten, orientiert sich der dreistufige TENA ProSkin-Ansatz am Expertenstandard „Erhaltung und Förderung der Hautintegrität in der Pflege“. Er umfasst die Schritte „Trocken halten“, „Reinigen“ und „Schützen“. TENA ProSkin verbindet diese drei Elemente in einem Produktsortiment zur Inkontinenzversorgung, das speziell für die Pflege älterer, empfindlicher Haut entwickelt wurde. 

Für jeden Schritt im Pflegeprozess gibt es die passenden Lösungen – vom effektiven Schutz über die sanfte Reinigung bis hin zur optimalen Hautpflege. Dank dieses abgestimmten Gesamtkonzepts können Pflegekräfte jeden Schritt der Hautpflege und Inkontinenzversorgung effizient gestalten. Die Haut der Bewohnerinnen und Bewohner wird dadurch langfristig geschützt, Irritationen werden reduziert sowie Lebensqualität und Wohlbefinden gesteigert. Wie genau eine umsichtige Pflegeroutine die Hautgesundheit fördert , erfahren Sie in unserem Artikel zu diesem Thema.

Tipps für gesunde und geschützte Haut

Mit gezielten Pflegeroutinen, sanfter Reinigung und ausreichendem Schutz lässt sich Hautproblemen vorbeugen und das Wohlbefinden deutlich steigern.

  • Regelmäßige Hautbeobachtung: Kontrollieren Sie die Haut der Bewohnerinnen und Bewohner täglich auf Rötungen, Trockenheit oder Reizungen. Frühzeitig erkannte Veränderungen lassen sich leichter behandeln und verhindern ernsthafte Schäden wie Druckgeschwüre.
  • Offene Systeme: Verwenden Sie offene Systeme wie TENA ProSkin Flex. Sie können die Hautintegrität besser unterstützen als geschlossene Produkte, weil sie mehr Luft an die Haut lassen und dadurch Hitze- und Feuchtigkeitsstau reduzieren. Gleichzeitig ermöglichen sie einen einfacheren, schnelleren Wechsel, wodurch der Kontakt der Haut mit Urin oder Stuhl minimiert wird. Die Handhabung erfolgt mit weniger Zug- und Scherkräften auf der Haut, was vor allem bei empfindlicher oder vorgeschädigter Haut von Vorteil ist.
  • Atmungsaktive Produkte: Atmungsaktive Materialien spielen eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, die Haut gesund zu halten. Sie ermöglichen den Austausch von Luft und Wasserdampf zwischen Haut und Umgebung. Dadurch können überschüssige Wärme und Feuchtigkeit besser entweichen.
Logo der Skin Health Alliance

TENA Produkte sind dermatologisch getestet

TENA Produkte tragen das Gütesiegel der Skin Health Alliance. Dieses international anerkannte Zertifikat bestätigt, dass die Produkte dermatologisch geprüft wurden und hohe Standards in Bezug auf Hautfreundlichkeit und Sicherheit erfüllen.

  • Produkte mit weniger Material: Setzen Sie auf Inkontinenzprodukte, die mit weniger Material auskommen, ohne an Saugkraft oder Sicherheit zu verlieren, wie den neuen TENA ProSkin Slip. Das Produkt bietet mehr Atmungsaktivität und damit ein geringeres Risiko für Hautreizungen. Bewohnerinnen und Bewohner profitieren zudem von erhöhtem Tragekomfort und besserer Bewegungsfreiheit.
  • Sanfte Reinigung: Der Intimbereich und andere empfindliche Hautstellen sollten mit milden, seifenfreien Produkten gewaschen werden. Wasser und Seife können den natürlichen pH-Wert der Haut verändern und Infektionen begünstigen. Produkte wie TENA ProSkin Wash Cream oder TENA ProSkin Wet Wipes reinigen sanft, pflegen und schützen gleichzeitig – ganz ohne zusätzliches Wasser. 
  • Schutz und Feuchtigkeit: Die Haut sollte stets ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt werden. Tägliches Eincremen mit Lotionen, Cremes oder Ölen schützt vor Trockenheit und Hautirritationen. Barriereschutzcremes wie die TENA ProSkin Barrier Cream helfen, die Haut vor Reizstoffen wie Urin oder Stuhl zu schützen. Gereizte, angegriffene Haut kann mit TENA ProSkin Zinc Cream gepflegt werden. 
  • Schonende Hilfsmittel: Verwenden Sie weiche Reinigungsutensilien wie TENA ProSkin Soft Wipes oder TENA ProSkin Wash Gloves statt herkömmlicher Waschlappen, die die empfindliche Haut leicht reizen können.
  • Entfernung fäkaler Verunreinigungen: Zur schonenden Reinigung der Haut bei fäkalen Verunreinigungen empfiehlt sich der Einsatz von TENA ProSkin Soft Wipes in Kombination mit der TENA ProSkin Wash Mousse oder TENA ProSkin Wash Cream.
  • Schulung und Prävention: Nehmen Sie regelmäßig an Schulungen teil, um Hautpflege und Hautschutz professionell umzusetzen. Die Einbindung der Bewohnerinnen und Bewohner in einfache Pflegeroutinen fördert zudem Selbstständigkeit und Wohlbefinden.

E-Learning: Hautpflege & persönliche Hygiene bei Inkontinenz

In unserem E-Learning lernen Sie alles Wissenswerte über Aufbau, Funktionen und Eigenschaften der Haut – praxisnah und verständlich. Dieses Basiswissen hilft Ihnen, die Pflege älterer Haut bei Bewohnerinnen und Bewohnern gezielt und kompetent umzusetzen.

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