Brauche ich
ein Pflegebett?

Ein Pflegebett im Schlaf- oder Pflegezimmer ist ein sichtbares Eingeständnis der neuen Lebenssituation. Daher wird die Anschaffung von Pflegenden wie Pflegebedürftigen oftmals strikt abgelehnt. Dabei bietet ein Pflegebett bei der Pflege zu Hause zahlreiche Vorteile:

  • Die Höhe der Liegefläche lässt sich verstellen und somit der Körpergröße des Pflegenden anpassen. Das erleichtert die Pflege ganz erheblich.
  • Kopf- und Fußteil der Liegefläche können beliebig aufgestellt werden.
  • Ein Bettbügel hilft Ihrem Angehörigen beim Aufrichten.
  • Ein Anbringen von Seitengittern ist möglich, falls Ihr Angehöriger aus dem Bett zu fallen droht. Bitten Sie Ihren Angehörigen jedoch auf jeden Fall um seine Zustimmung.
  • Ein Pflegebett hat Rollen und kann im Pflegezimmer bewegt werden.

Ist Ihr Angehöriger permanent bettlägerig, sollten Sie ihn daher unbedingt in einem Pflegebett versorgen – auch wenn Ihnen die Entscheidung anfangs vielleicht nicht leicht fällt. Keine Sorge: Pflegebetten sehen schon lange nicht mehr wie Krankenhausbetten aus! Es gibt sie auch aus Holz, sodass sie sich der Wohnungseinrichtung anpassen.

Neben dem Wohlbefinden Ihres Angehörigen spielt natürlich auch der Bedienkomfort für Sie eine wichtige Rolle. Sie sollten sich daher im Sanitätshaus zu den verschiedenen Modellen beraten lassen und gemeinsam mit Ihrem Angehörigen eine Entscheidung treffen.

Zuschuss zur Wohnungsanpassung

Für den pflegegerechten Umbau der Wohnung zahlen die Pflegekassen auf Antrag bis zu 4.000 Euro als Zuschuss. Voraussetzung ist, dass die Umbaumaßnahmen die häusliche Pflege ermöglichen, erheblich erleichtern oder eine möglichst selbstständige Lebensführung Ihres Angehörigen wieder herstellen. Hat sich die Pflegesituation gravierend verändert, sodass eine erneute Wohnungsanpassung erforderlich ist, kann der Zuschuss auch ein zweites Mal gewährt werden.

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit. Pflegeleistungen ab 1. Januar 2015.